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SD-Speicherkarten halten mindestens 100 Jahre

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Secure Digital (SD)-Flash-Karten werden meist nicht genannt, wenn es um zuverlässige und langlebige Datenträger geht. Dies hindert jedoch den Storage-Spezialisten SanDisk nicht daran, eine Art neue SD-Karte zu erfinden. Dieser Langzeitspeicher dient der Speicherung von Bildern über einen Zeitraum von bis zu einem Jahrhundert.

 
Obwohl der lange Speicherzeitraum zuerst einmal sehr verlockend klingt, ist es jedoch sehr unwahrscheinlich, dass der durchschnittliche Verbraucher die neuen SD WORM (Write Once Read Many)-Karten in der vorgesehenen Anwendungsform nutzt. Die Kapazität ist derzeit auf armselige 1GB begrenzt und die Technologie – wie der Name der WORM SD-Karten bereits ausdrückt- ist nur für das einmalige Beschreiben vorgesehen. Genau darin liegt der Tücke der Technik, denn dies erweist sich für die meisten Menschen in der Praxis als sehr weltfremd.
 
Die neue Technologie findet daher nur in hoch spezialisierten Nischen ihre Einsatzbereiche. Hierzu gehört beispielsweise die polizeiliche Sicherung von Beweismitteln. Die digitalisierten Daten bzw. Bilder müssen vor jeder Veränderung geschützt werden und zusätzlich darf nicht die Gefahr besteht, dass die abgelegten Daten über einen Jahrzehnte langen Speicherzeitraum, altern.
 
Die bisherigen Methoden zur Speicherung der digitalen Images sind in der Regel nicht für die zuverlässige Lagerung der Daten geeignet. Aus diesem Grund nutzt die Polizei noch immer herkömmliche 35mm Kameras zur Dokumentation der Tatorte.
 
SanDisk wirbt bei seiner Neuheit mit einer garantierten Speicherzeit von 100 Jahren. Bisher hat das Lebensende des Mediums kein Mensch erlebt. Daher basiert die Zeitangabe auf den vom Hersteller auf Alterungstests und theoretischen Betrachtungen zur Haltbarkeit der Speicher.
 
Die weite Verbreitung der neuen Technologie wird auch dadurch behindert, dass die auf den SD-Karten gespeicherten Bilddateien nur dann gelesen werden können, wenn der Rechner über eine WORM-kompatible SD-Karten-Schnittstelle verfügt. Solche Geräte sind kaum im Gebrauch und werden wohl kaum in andere Kameras als die Highend Digital-SLR-Kameras zum Einsatz kommen.
 
SanDisk will zwar mit allen führenden Herstellern von Imaging-, Audio- und Video-Aufzeichnungs-Geräten über die Nutzung der SD-Technik reden, aber bisher ist es mit dem Begriff "WORM-Kompatibilität" nicht weit her. Daher hofft das Unternehmen auch auf die Nutzung der SD WORM-Technologie in anderen Bereichen. Hierzu gehören beispielsweise die Medizintechnik, die Überwachung bzw. die Gebäudesicherheit und die Rechtsgeschäfte. Eine breitere Akzeptanz würde natürlich die Kosten erheblich senken.
 
Im Zeitalter der Digitaltechnik speichern die Nutzer ihre Informationen noch immer auf unglaublich flüchtigen Speichern. Die Halbwertszeit dieses Datenmülls beträgt im günstigsten Fall nur eine Handvoll von Jahren. Dieses Problem ist mit der SD WORM (Write Once Read Many)-Technik jetzt gelöst.
 
Wahrscheinlich wird in 50 Jahren ein Polizist eine SD-Karte in die Hand nehmen und sich wundern, dass er für die bis dahin veraltete Technologie keinen Leser mehr finden kann. Damit wären die so sicher und langlebig gespeicherten Bilder/ Informationen wieder wertlos.